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Corona und die Krabbenkriese

Corona und die Krabbenkriese

Bericht von Panorama 3 gesendet am 15.09.2020 durch NDR 3

Fakten
  • Der Ausstoß von 4,1 Millionen kg CO2 werden durch eine regionale Entschälung vermieden.

Mit der Erfindung zur kontaktlosen Krabbenentschälung öffnet sich nun ein Verfahren, welches unterökonomischen und ökologischen Aspekten das Entschälen von Nordseekrabben wieder dort möglich macht, wo diese gefangen und gegessen werden.

Corona und die Krabbenfischer

Der Bericht, der Reporter Nino Seidel und Mirko Seekamp schildert die Situation der Krabbenfischerei in der Corona Krise. Durch den Zusammenbruch des Marktes, hervorgerufen durch den Ausfall des Einzelhandels und der Gastronomie in Verbindung mit dem durch die Coronaeinschränckungen bedingten sehr begrenzten Entschälkapazitäten in Nordafrika können die Fischer nur begrenzt ihrer Fangtätigkeit nachgehen. Abhilfe würde aber eine lokale Entschälung schaffen. Dafür müsste aber erst ein Prototyp gebaut werden, aber leider scheitert es momentan noch an der finanziellen Hürde. Eigentlich steht mit dem patentierten und innovativen Verfahren zum kontaktlosen Entschälen von Speisekrabben ein neues und innovatives Verfahren zur Verfügung. Um der Deutschen Fischerei zu helfen wäre nie zügige Umsetzung dringend erforderlich. Davon ausgehend dass mit einer regionalen Entschälung Tonnen von CO2 eingespart werden könnten weil die langen Transportwege nach Nordafrika entfallen werden würden.

Was in der Reportage überhaupt nicht zu Wort kam ist auch der Ansatz die Reststoffe wie Kopf und Exokelett gewinnbringend weiter zu verwerten. Neben der Aufwertung von Fischfutter ist insbesondere isoliertes Astaxanthin ein wertvolles Produkt für die Kosmetikbranche. Aus dem Exoskelett (Panzer) kann zu dem Chitosan gewonnen werden, welches die Grundlage für bioabbaubare Kunststoffe/Folien sein kann. Eine weitere Vision ist es daher, zukünftig aus den Reststoffen der Krabbenentschälung die eigene Umverpackung für das hochwertige Krabbenfleisch herstellen zu können.

Auf Anfrage, der Panorama 3 Redaktion, warum es zu keiner Förderung gekommen ist, wird seitens des NDS Landwirtschaftsministeriums auf Datenschutuzgrundsätze hingewiesen und im Moment ist nichts hinsichtlich einer lokalen Krabbenentschälung geplant. Da stellt sich doch die Frage, ob unser niedersächsisches Ministerium den holländischen/marokkanischen Krabbenmarkt schützt und eine Stütze der Deutschen Krabbenfischerei nicht gewollt ist.

G. Klever

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Die hier gezeigten leckeren Nordseekrabben sollen zukünftig nicht mehr im fernen Afrika entschält werden, sondern wieder hier, an der Küste dort wo sie von unseren Fischern angelandet werden. Also wieder direkt vor der Haustür an der schleswig-holsteinischen und niedersächsischen Nordseeküste.

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